Mein dreiundfünfzigstes Montagsherz

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In unserem Flur hängt dieses Herz. Überreicht wurde es mir vor mehreren Jahren in einem anderen Leben. Damals war ich ein paar Kilo leichter, hatte ein paar graue Haare weniger, etwas glattere Haut und deutlich dickere Nerven…

Mit meiner „Schönheit“ geht es genauso bergab wie mit den Zuckerbuchstaben. Und trotzdem ist das Wesentliche noch immer da. Das, was mir die herabfallenden Buchstaben so klar vor Augen führen, kann ich jeden Tag auf’s Neue spüren: I mog di.

I di a.

Seid lieb zueinander und habt eine liebevolle Woche,

Meermond.

Zur Aktion:

Montagsherzen wurden von Frau Waldspecht ins Leben gerufen, aufmerksam auf sie wurde ich bei Frau Buchstabenmeer.

Suchtverhalten eines Bloggers

Die Fingerspitzen streicheln sanft über die weichen Erhebungen in der vertrauten Anordnung, positionieren sich in der üblichen Haltung und

legen los. Endlich.

Jeder Tag ist voller Erlebnisse, voller Aufgaben und voller Eindrücke. Jeder Tag wäre es wert, hier akkurat festgehalten zu werden. Und weiß der Himmel, wieso, aber mir zerrinnen derzeit die Stunden zwischen den Fingern, die sich nach nichts mehr sehnen, als selbige Gedanken, Erlebnisse und Erinnerungen hier festzuhalten.

Ich möchte so gerne schreiben.

Update. Absturz. Zusatzaufgaben in der Arbeit. Migräne. Fast jeden Abend gibt es irgendeinen Grund, warum ich mich nicht auf die geliebten Knöpfchen meiner Tastatur stürzen kann. Ich erhielt eben sogar ein Benutzerkonto für den Rechner meines großen schwarzen Manns, weil mein PC seit um acht Uhr rödelt, aber erst 14% eines Wind – OMANN – ws Updates geschafft hat.

Herrje, ich muss doch schreiben. Ich muss einfach!

Der tolle Spielplatz, der Troll, der irre Aussichtsturm, der unfassliche Zufall, die vermaledeite Trotzphase… ich hätte soviel zu erzählen.

Ein andermal. Hoffentlich.

Bitte.

Ich bin doch süchtig nach Schreiben und ich bin auf Entzug!