Na? Mal ein kleines bisschen angeben?

(Veröffentlicht am Dienstag, 29. April 2014)

So langsam scheint meinem Freundeskreis wirklich klar zu werden, dass unsere Pläne eben nicht nur Seifenblasen sind. Intensivere Bemühungen in der Arbeitssuche und voranschreitende Sprachkenntnisse animieren die Lieben dazu, um häufigere Treffen zu bitten.
Bislang trafen wir alle uns ca. 8 mal im Jahr, hin und wieder gelang ein Damenplausch. Jedes Mal extrem lustig und jedes Mal erst nach elendst langer Terminabsprache.

Am Gründonnerstag traf man sich zu einem mexikanischen Abend. Im Gelächter fomierte sich dann der Wunsch, das freundschaftliche Grilleröffnungsspektakel nicht wie üblich erst Ende Mai bei der Püppchenfrau zu veranstalten, sondern schon zügig im kleinen roten Haus am Wald. Naja, also gut, Garten ist groß genug für alle, bringt die Kinder mit, wir grillen auf!
Überraschender Weise fand sich sehr schnell ein neuer Termin, an dem alle Zeit hatten: der letzte Sonntag.
17 Leute. 17 hungrige Mäuler. Und es regnete. Schade.
Da der gsM und Rotfrau in einem kleinen roten Haus wohnen, können sie unmöglich – wirklich nicht – 17 Menschen darin verköstigen. Was tun?
Bierbank ausgeliehen, überdachte Terrasse feierlich eingedeckt und auf ging´s.
Nein, es gab keinen Kartoffelsalat und auch kein Kraut zu den Würschtln. Es gab teilweise eigenwillige Kreationen und davon reichlich. Nicht nur die weltbeste Grillsauce der Welt, sondern z.B. auch Couscous und Radieschen-Spinat-Salat standen auf dem reichlich gedeckten Selbstbedienungstisch.
Die Laune war der Knaller.

Zum Nachtisch servierte Rotfrau englisches Teegebäck mit Blätterteig und Nussmischung im völlig überzuckerten Törtchen. Und.

Eine.

Portugiesische Zitronentarte.

Tarte

(Bitte in Gedanken ein ã über Limao hinzufügen)
Normalerweise geize ich mit der Herausgabe von fulminanten Rezepten. Aber weil ich ja bald nicht mehr hier bin, habe ich mich erweichen lassen und das Rezept für alle kopiert.
Wollen Sie auch mal ein kleines bisschen angeben? Ich meine, kaum Aufwand für große Show?
Bitte, ich habe heute einen besonders guten Tag.
So zum Bald-Abschied…:

2 große Eier trennen.
100 gr Zucker mit den Eigelben,
100 gr Butter und
180 gr Mehl in eine Schüssel geben.
Eine Prise Salz und
ein halbes Packerle Backpulver dazu.
Noch geschwind den Abrieb einer Bio-Zitrone dazu und rein mit den Händchen. Jaaaa, keine Rührhaken und Brummerei!
Verkneten Sie den Teig rasch und kühlen Sie ihn eine halbe Stunde lang.
Die Ruhepause sollten Sie dazu nutzen, um die Tarteform extragut einzufetten. Preußenbayer fettete, aber die Tarte pappte drin wie reingelötet!
Backofen vorheizen auf 200 Grad.
Teig zu Tarteboden formen und dann 20 Minuten backen.
Pause? Nicht doch!
Währenddessen
eine Dose gezuckerte Kondensmilch in eine Schüssel geben. Die oben abgeriebene Zitrone auspressen, eine weitere abreiben und auspressen und alles zur Kondensmilch.
Zur Creme rühren.
Diese Creme soll später auf den Tarteboden.
Als letzten Schritt müssen Sie nur noch die oben übrig gebliebenen Eiweiße mit einem EL Zucker zu einem sehr festen Schaum schlagen. So richtig richtig!
Tarteboden aus dem Ofen, Creme drauf und zum Schluss den Eischnee drauf. Ist nicht so leicht, wie man jetzt vermutet. *zwinker*
Noch mal 20 Minuten backen. Ofen ausschalten.
Tarte noch 10 Minuten im Ofen ruhen lassen.
Ab in den Kühlschrank und alle 5 Minuten gucken, ob man jetzt endlich essen darf.
Die Tarte schmeckt nämlich frisch und gekühlt am allerbesten.
Danken Sie mir nicht, probieren Sie einfach!
Det var så lidt!

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