Alles hat ein Ende…

Kennen Sie die Leute, die im Restaurant immer so laut lachen? Bestimmt haben Sie sich schon mal über solche Leute geärgert?

Nun, ich gehöre zu den Lautlachern. Da meine Stimme allerdings sehr tief ist, klingt das nicht so schrill gackernd, sondern eher kräftig wiehernd. Ich bezeichne es als brüllendes Lachen. Ein lieber Freund bewunderte einst, wie herzlich ich lachen kann – auch inmitten einer Umgebung, in der sich andere Leute eher gehemmt fühlen.

Seit drei Jahren traue ich mich allerdings nicht mehr öffentlich zu lachen. Mehrmals war mein Gesicht wie zu einer Melone aufgeschwollen, dann grün-lila-blassblau inmitten von Totenschädelbleich und schließlich fehlten mir seit Sommer 2014 auf der linken Seite drei Zähne! Schluss mit Lachen.

Während meiner Schwangerschaft begann ein Drama, das heute nach drei Jahren endlich ein Ende gefunden hat. Und alle meine lieben, treuen und mehrmals wahrlich mitleidenden Stammleser können aufatmen: Dies ist der allerletzte Zahnartikel.

Alles hat ein Ende. Jawoll.

Drei Jahre erlebte ich ein volles Programm: vier Operationen zur Zystenentfernung und Wurzelabschneiden, sämtliche möglichen Komplikationen, Fistelbildungen und schließlich Reißen. Schlechtsitzende Prothese mit Hochzeitskleid. Dann weitere Zysten entdeckt, erneutes Reißen wegen gerade überstandener übler Vorgeschichte, Kieferknochenentzündungen, zwei Fläschchen Novalgin innerhalb eines Monats („Jetzt muss da aber mal was anders werden, soviel dürfen Sie davon ja gar nicht einnehmen!“)  und gefühlte 10000 Schmerz- und Antibiotikatabletten in der Größe kleiner Kanonenkugeln. Ein Implantat konnte mir noch vor unserer Auswanderung in Deutschland einoperiert werden, die beiden anderen bekam ich im Frühjahr hier in Nordjütland.

Und seit heute kann ich wieder richtig lachen.

hihiSo wie man es von der großen roten Frau kennt:

lauthals, brüllend und aus vollem Herzen. Ich muss das erst wieder üben, aber so traue ich mich bestimmt bald wieder!

26 Gedanken zu “Alles hat ein Ende…

  1. Ich gehörte auch zu den Lautlachern, wurde aber nicht von Missständen im dentalen Bereich zum Einknicken gebracht, sondern vom Leben. In jungen Jahren wars mir egal, aber später hat mich das eine oder andere Augen-nach-oben-Rollen oder Nachäffen getroffen und ich versuche heute, leise zu lachen. In deinem Fall wärs aber doch schade, so ein schönes Lachen will gelacht werden! 🙂

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