Dinge, die Sie in Dänemark mal probieren sollten!

Dänemark hat in diesem Frühjahr sein Nationalgericht gewählt. Zur Auswahl standen raffinierte Köstlichkeiten einer soliden skandinavischen Küche. Und wissen Sie, welches Essen gewonnen hat?

Stegt flæsk!

Dazu wird Bauchspeck in dünnen Scheiben (bair.: a ganz dünns Wammerl) gebraten, bis es ganz knusprig ist. Dazu isst man kleine Kartoffeln und eine Petersiliensoße (bair: a weiße, eibrennde Soss´).

Als Vegetarier hat man es vermutlich nicht ganz so einfach in Nordjütland und als Veganer sowieso nicht: Es wächst nicht alles so herrlich üppig hier! Einen anständigen Kopfsalat z.B. muss man schon beinahe suchen! Salat wird sowieso meist in aufgepumpten Plastikverpackungen verkauft. Ach…Die Obst und Gemüsetheken erscheinen mir auch irgendwie kleiner als die, die ich so aus Bayern kenne und Seltenheiten wie Polenta sind wie gesagt Seltenheiten, die man wirklich in den großen Supermärkten suchen muss.

Dafür gibt es herrlichste Meeresfrüchte, Fisch zum Niederknien und Massen von Fleisch. Kein Wunder, im Vendsyssel wimmelt es von Schweine- und Rinderfarmen und daher ist die Fleisch- und Wursttheke mindestens doppelt so groß wie die Obst- und Gemüseabteilung.

Steht man zum ersten Mal vor einer Milch- und Käsekühlung, gerät man ins Schwitzen ob der unfassbaren Auswahl an Produkten. Alleine schon der Milchkauf verlangt eine vierfache Entscheidung ab: Mini, Skummet, Let oder doch lieber Sød? Bitte keinesfalls Kærnemælk, Koldskål oder Ymer in den Kaffee schütten!

Noch immer entdecke ich beim Einkaufen Neuigkeiten, die ich natürlich unbedingt probieren muss. Und wer in Dänemark urlaubt, sollte vielleicht mal folgende Produkte in den Einkaufswagen legen, weil sie so herrlich „typisch dänisch“ sind:

1. Sky. 2 - Kopie

Kennen Sie Brüsseler Paste? Das braune Gelee, das oben auf der Leberpaste glänzt, kann man hier in der Wursttheke kaufen:

Fleischextrakte, Gelatine und Zuckercouleur verfeinern jedes Roastbeefbrot. Roastbeef ist hier ein ganz gewöhnlicher Brotbelag und wirklich überall zu finden.

Ich esse Sky auch einfach auf einem Butterbrot oder koche daraus eine Sauce zu meinen Knödeln. Schmeckt ja schon fast wie eine Schweinebratensauce.

🙂

2. Guf.1 - Kopie

Zucker und Geliermittel (dieses Mal ist kein tierisches Eiweiß enthalten!) verrühren sich mit Erdbeerpüree und Aromen zu einem dicken Schaum, den man normalerweise zu einem Softeis isst. Softeis kann man im Moment im Tetrapack kaufen. Einfach aufschlagen, einfrieren und dann erneut aufschlagen. Guf drauf und dick glücklich werden. Gibt´s nur im Sommer.

3. Koldskål. Im Moment stehen drei verschiedene Sorten zur Auswahl: Erdbeer, Zitrone und Ei mit Joghurt. Was genau das ist, kann ich nicht anders verbalisieren: Es heißt übersetzt „Kaltschale“, die aus Milch, Buttermilch und speziellen Milchsäurekulturen oder Joghurt gemacht wird. Mich erinnert sie etwas an Fruchtbuttermilch und sie wird mit Kammerjunkern aus dem Teller gelöffelt. Diese runden Plätzchen habe ich schon in zwei Varianten dazu gegessen: Ganz süße Dänenplätzchen oder kleine runde Zwiebackplättchen. Die Menna trinken am liebsten Zitrone aus dem Glas und knabbern die Kammerjunker einfach so dazu.

4. Schweinekrusten. Gegenüber der Fleischtheke findet man frisch verpackte Schweineschwarten, die vom hauseigenen Metzgermeister frittiert wurden. Wer aufgrund Zahnprobleme jahrelang nicht in der Lage war (also ICH), eine echte Schweinebratenkruste zu essen, freut sich wie irre (also ICH) über diese unscheinbaren, an zugebundene Mülltüten erinnernden Beutelchen. Schweinsbratenkruste in ganz knusprig! Prothesenfreundlich und im wahrsten Sinne des Wortes saugut.

Es gibt noch viel mehr Feines in Dänemark, aber noch viel mehr Lakritze, Lakritzschnaps, Lakritzeis, Lakritzplätzchen, Lakritzsalatsauce undsoweiterlakritz…Aber dazu ein ander Mal.

Hej hej!

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11 Gedanken zu “Dinge, die Sie in Dänemark mal probieren sollten!

  1. Wirklich interessant – nicht nur die unterschiedlichen Nahrungsmittel mit lustigen Namen, sondern auch die Gewichtung. Ich wusste nicht, dass man in Dänemark mehr Fleisch isst als bei uns. Ich dachte, das geht gar nicht. 😉 Aber macht auch Sinn, wenn der Gemüseanbau schwieriger ist aufgrund des Klimas.

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    • Ich weiß es nicht wirklich, ob sie mehr Fleisch als Deutsche essen. Müsste ich mal recherchieren, aber viel weniger sicherlich nicht.
      Dass die Dänen „uns Deutsche“ als Würstchenesser belächeln, finde ich übrigens zuckersüß: selten so viele verschiedene Würstchen in einer Theke gesehen 😀

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