Das doppelte P – chen

Ende Oktober waren wir in Bayern. Das Besuchsprogramm herzlich und proppevoll.

Rotfrau hatte aufgrund zahlreicher Irrungen und Wirrungen im Vorfeld [Welcher Mann kann für eine fünfköpfige Familie packen und planen? Meiner jedenfalls nicht 😉 ] hatte ich im Urlaub zwei wichtige Dinge nicht an der Frau: meine deutsche SIM-Karte und Socken.

Kein Problem, Socken kann man kaufen und der wundervolle große Mann hatte seine SIM ja dabei. Im Urlaub kann man sich schon mal ein Telefon teilen, nicht wahr?

Am vorletzten Urlaubstag war der gsM eifrig damit beschäftigt, unseren Tagesablauf in schriftlicher Form (WhatsUp?) zu organisieren. Klang sehr gut: Vormittags Frühstück mit der Porzellantochter und dem kleinen Riesen im schwedischen Kinderparadies, danach ein Besuch bei der Kurskollegin und dann weiter zum großen Bruder. Liegt alles genial auf dem Weg!

Im Schweden wechselt die Aufmerksamkeit des gsM vom Handy zu den spielenden Kindern, von der Porzellanfrau zur Rotfrau und wieder zum Handy und zum „Pling“ und so weiter. Die eifrige Terminiererei geht der großen roten Frau so allmählich auf die Nerven…

Rotfrau: Was hast du denn jetzt ausgemacht?

GsM: Die … ist nur noch eine kleine Weile daheim, wir sollten jetzt langsam aufbrechen.

Rotfrau: Jetzt? Frag doch mal, wie lang diese Weile noch ist. Ich habe noch nicht mal aufgegessen!

GsM: Sie antwortet jetzt grad nicht gleich.

Rotfrau: Mensch Meier, dann ruf halt mal an!

GsM telefoniert und reißt die Augen auf: Das ist ja die … !

Rotfrau: Die Frau Doktor?

GsM: Ja und sie freut sich schon sehr auf uns. Was machen wir denn jetzt?

Rotfrau: Hast du überhaupt irgendwann mit der Kurskollegin gesprochen?

GsM guckt im Handy herum: Offensichtlich immer mit der Frau Doktor!

Rotfrau: Na, nun ist es auch zu spät, die Kurskollegin zu kontaktieren. Wir werden um drei zum Familienkaffee erwartet. Die Langfreundin kommt übrigens auch dorthin, eine Umplanung ist also nicht mehr möglich.

Und so besuchten wir eben die Frau Doktor am anderen Ende der weltbesten Stadt der Welt. [War sehr schön, vielen Dank! 🙂 ]

Liebe Kurskollegin,

tut uns leid, eigentlich hatten wir euch schon fast besucht. Oder so ähnlich oder irgendwie.

Wir kommen wieder und das ist eine Drohung. 😉

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7 Gedanken zu “Das doppelte P – chen

  1. Es ist immer ein Akt des Zerreissens. Jeden sollte man besuchen und gewisse eigene Vorstellungen von einem Aufenthalt in der Heimat hat man ja auch. Darf die aber total vergessen und liebe Menschen besuchen, die sich sehr freuen. Aber alles geht halt nicht.
    Manchmal wärs echt am gscheidsten eine Party zu veranstalten und alle einzuladen..habe vollstes Verständnis. Liebe Grüsse Erika

    Gefällt 1 Person

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