100 Dinge im Leben – Teil 2

Ich wusste es, das ist eine ziemlich schwere Aufgabe, die ich mir da gestellt hatte. Welche Dinge brauche ich, um ein Leben führen zu können, wie ich es mir vorstelle. Die ersten 50 gingen locker von der Hand ins Netz – und dann begann das Denken.

Was ist Luxus? Was braucht man? Was ist brauchenswerter Luxus? Was ist weglassbarer Luxus?

51. Ein Stuhl. Ich esse absolut ungerne im Laufen/Stehen/Knien/Liegen usw. Die Unsitte der Moderne, im Einkaufszentrum mit der Semmel in der Hand und gierig mampfend durch die Gänge zu schlendern finde ich abstoßend. Wir essen im Sitzen. Und darum brauche ich einen Stuhl.

52. Ein Tisch. Wer im Sitzen isst, braucht einen Tisch. Klaro.

53. Eine Dreisitzercouch. Aus zwei Gründen: Ich pflege im Liegen fern zu sehen und darum steht unsere Couch nicht so vor dem Fernseher: I –> I  Fernseher, sondern so:

____ –> I Fernseher. Wenn wir nebeneinander auf der Couch sitzen und einen Film gucken wollen, müssen wir entweder die Köpfe zur rechten Seite drehen oder eben die Couch umstellen. Der Raum ist groß, meine Männer stark, ergo steht die Couch eben „falsch“. Einer liegt vor der Kiste, der andere sitzt im bequemen Sessel mit Fußhocker. Und manchmal darf auch der gsM liegend ferngucken, aber nur manchmal, hehe. Der zweite Grund für Dreisitzer: Zu meinem Wunschleben gehört Besuch. Und der soll bitte auch bequem sitzen dürfen. Und wenn der Besuch einen Film gucken will, sollte er sich entweder eine Sportsalbe gegen Nackensteife einpacken oder beim Umstellen anpacken.

54. Damit wären wir schon beim Fernseher. Internetfähig und an der Wand angenagelt. Ich weiß, man schraubt selbige, aber angenagelt soll als Ausdruck meiner technischen Mindestanforderung sein. Marke – egal. Größe – normal reicht. Aber Internet muss. Somit spare ich mir DVD-player.

55. „Fernsehquelle“, schlug der gsM just in diesen Sekunden vor. Nennen wir das mal Satellitenschüssel.

56. Eine Kiste voller Stecker/Kabel/ Verbindungen für Fernseher mit den notwendigen „Dingsbumsen“ (Computer, äh…Internet) [Die mitlesenden Ingenieure (es sind mehrere) möchten bitte leise aufstöhnen oder hilfreiche Kommentare unten hinterlassen], da ich wie gesagt gerne im Liegen fernsehe.

57. Eine Stehlampe. Ich lese sehr gerne und daher brauche ich Licht. Und Stehlampen finde ich gemütlich.

58. Einen Ohrensessel. Ich habe zwar keinen, aber wünschen würde ich mir schon lange einen. Man sitzt da so toll. Ein Kaffee schmeckt im Ohrensessel einfach viel besser als auf einem Klappstuhl. Bin diese Woche schon mal „fremdsesseln“ gewesen, Sie wissen schon, wo:

Ohrensessel.jpg

Das Gelb ist etwas grob, aber der Gemütlichkeit tut die Schreifarbe keinen Abbruch. Ganz grandios sind die Lederohrensessel in der Bibliothek und in Aalborg gibt es ein Cafe mit einem SUPERSESSEL. Kaum sehe ich einen Ohrensessel, schwupp, sitze ich auch schon darin.

59. Ich brauche ein Buch in meinem Ohrensessel. Mindestens eines. Seit Tagen überlege ich, welches Buch ich mindestens haben muss. Mit Büchern könnte ich problemlos die fehlenden 41 auffüllen, aber das verfehlt meine Aufgabenstellung. Welches Buch? „Der Tod in Venedig“ ist eines meiner Favoriten. „Der Name der Rose“ ist auch ein Traum. Oder Shakespeares gesammelte Werke – fein, sag ich da nur! „Madita“, „Pippi Langstrumpf“, „Michel“. Welches meiner heißgeliebten Bücher von Ephraim Kishon …  Welches Buch nur?

 

 

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18 Gedanken zu “100 Dinge im Leben – Teil 2

      • Da habe ich ein Problem, ich lese nämlich sehr schnell und meist wenigstens 3-4 Bücher parallel,
        deswegen war ich ja bei nur 100 Teile auf den E Book Reader gekommen, nicht das ich einen hätte, ich mag die Bücher auf den Regalen,wovon wir zahlreiche haben.. Ich denke ich würde ein Kochbuch nehmen , da habe ich was zu lesen , das mit den Rezepten nachkochen geht nicht so gut per Computer oder auch E Book Reader. Fürs kochen ist ein Buch einfach praktischer, ich würde wahrscheinlich ein Kochbuch auswählen das viele gut nachzukochende Rezepte enthält und möglichst auch noch eine Teil mit Backrezepten und Einkochrezepte enthält , wie Dr. Oetker oder die Stuber oder so was..
        LG Wortgestoeber

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  1. Hier (Athener Vorort) haben wir eine private Kunstsammlung, darin einen Riesenwal aus Holz, begehbar mit Walgesang, als Arche Noah für schwere Zeiten gebaut. Der Künstler bat Kunstkollegen aus aller Welt, ihm etwas zu nennen oder zu schicken, was sie unbedingt mitnehmen möchten – jeder nur ein Teil. O Jammer, so wie du mit deinem einen Buch hatten sie große Mühe sich zu entscheiden.

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    • Das Resultat zu besichtigen würde mich jetzt schon reizen. Allerdings betrachtete ich das dann mit einem anderen Hintergedanken: WIE haben es die Künstler dann doch noch geschafft, entscheiden zu können? Die Frage nach dem Wesentlichen ist gar nicht so einfach zu beantworten, wenn es sich um Gegenstände drehen soll.
      Grüße nach Griechenland

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