schwarz, weiß, schwarz, weiß…grau!

Das Wochenthema des Mitmachblogs lud die Autoren wieder zu vielen interessanten Artikeln ein.
Hier ist mein Beitrag:

MitmachBlog

Ist Ihnen eigentlich schon einmal aufgefallen, dass es heutzutage nur ein Entweder oder ein Oder gibt? Schwarz oder weiß.

Aber darf es nicht mal ein bisschen Grau sein?

Einfach mal nur ein Oder?

Ist ein Kind im Kindergarten oder in der Schule nicht permanent höchst motiviert – selbstredend intrinsisch, denn extrinsisch ist ja derzeit gar nicht beliebt –  und sozial extrem belastungsfähig, so wird den Eltern unverzüglich zu Ergo-, Verhaltens- oder gar zur Psychotherapie geraten. Einen schlechten Tag, miese Laune oder simple Abneigung gegen Lasse-Ole zieht man nicht in Erwägung.

Kinder müssen meiner Meinung nach nicht immer voller Motivation und in absoluter Ausgeglichenheit in der Öffentlichkeit auftreten. Manchmal hat man einfach keine Lust auf Division in arbeitsteiligen Gruppen oder eben auf den Trottel vom Nachbartisch. Wieso verlangen wir Erwachsenen von unseren Kindern, was wir selbst nicht immer leisten können? Einfach mal nur ein Oder sein? Unerwünscht!

Trump oder Nichttrump?

Hach…

Ursprünglichen Post anzeigen 132 weitere Wörter

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28 Gedanken zu “schwarz, weiß, schwarz, weiß…grau!

  1. Pingback: Critzelei | Meermond

  2. Liebe Meermond, unser Riesenenkel ist ein unheimliches Energiebündel, nicht lange konzentriert auf wichtige Sachen die ein 3jähriger gefälligst können soll oder muß, ausmalen, im Stuhlkreis ruhig sitzen, auf’s Klo gehen, seine Kraft in den Griff bekommen u.s.w. Und natürlich fließend und in ganzen Sätzen sprechen.
    Jetzt heißt es seitens des Kindergarten, er wäre „gefangen im Körper eines 5jährigen“ ,was seinen Maßen tatsächlich auch entspricht da kann er ja nichts dafür, aber er sollte schon zur Ergotherapie um diese „Probleme“ in den Griff zu bekommen, weil die Ausbildung der Erzieherinnen „O-Ton“ einer dieser, nur für Schubladenkinder reicht!
    Alles was darüber hinausgeht müsste extra „behandelt“werden. Die Erzieherin sagte aber auch gleich daß ca. 40 Prozent der Kinder in der Einrichtung zu diesen Ergostunden gehen. Hää?
    Ich glaub ich bin im falschen Film oder zu alt für den Sch…!

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    • Probleme? Sie sagten ernsthaft „Probleme“? Der Bub ist erst drei Jahre alt! Er hat keine Probleme, er ist ein kleines (naja, trotzdem ;-)) Kind!
      Wie ich sagte…
      Grau ist unerwünscht. Schade.
      PS: Die Menna haben auch drei PS mehr.

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    • 40 Prozent der Kinder? Das sagt ja einiges über die Einrichtung aus. Ich kenne das auch. Habe auch schon einmal von einer Erzieherin Ergotherapie für mein Kind vorgeschlagen bekommen, weil es die Bücher zu schnell angeguckt hat. Das war ihr suspekt. Kein Wunder, unser Kind wächst mit Unmengen von Büchern auf, weil wir sie einfach lieben. In der entsprechenden Kita war man schon stolz, wenn man mit einer Kindergruppe 3 Bücher pro Woche in der Bibliothek auslieh und diese dann vorlas. Lass‘ Dich nicht beirren. Ich werde bei einem nächsten schwachsinnigen Vorschlag sagen: „Ach, sehr interessant. Ich denke darüber nach.“ Und auf Nachfrage: „Wir möchten das nicht.“ Es sei denn, die Gründe leuchten mir wirklich, wirklich ein. Dann will ich mich nicht verschließen. Mir sagte übrigens mal eine Erzieherin, „Ergotherapie“ sei Aufgabe der Erzieher, nämlich ihre tägliche Arbeit, wenn sie sie richtig machen.

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      • Viele Therapiekinder – also förderbedürftige Kinder – bringen mehr Geld für den Kindergarten. Inklusion und Integration heißt das Zauberwort moderner Pädagogik.
        Es steckt einfach auch ein gewisses finanzielles Interesse dahinter, möglichst viele „Spezialkinder“ in einer Einrichtung zu haben, denn dann gibt es mehr Mittel. Und schwupps wird aus einem lebhaften, quirligen Kleinkind ein Ergotherapiekind – ob es will oder nicht 😉
        Guten Abend ❤

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        • Ja, das leuchtet unmittelbar ein. Aber apropos Grau (wozu ich ja leider vom Naturell her nicht neige, was ich aber doch schätze, weil es einfach differenzierter ist): Die Therapien sollen in einem Großteil der Einrichtungen vermutlich einfach den Zeitmangel der Erzieher ausgleichen. So nach dem Motto „Wenn das Kind ein normales Kind ist und sich nicht in ein Schema pressen lässt, dann kostet es zu viel Zeit und muss passend gemacht werden.“ Vielleicht sollte man die ganzen Gelder für Therapien von „ganz normalen“ Kinder einfach nehmen und für ein paar mehr Erzieher ausgeben. Liebe Grüße

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          • Ich finde es auch traurig. Es stresst Eltern und Kinder, gibt ihnen das Gefühl, nicht zu genügen (Natürlich gibt es auch Fälle, wo Therapie wirklich sinnvoll ist. Aber die meine ich hier nicht). Auch wenn Therapeuten das anders sehen. Ich bin mal eine Therapeutin fast nicht losgeworden. Auch der Arzt meinte, es reiche nun mal mit Physiotherapie. Und sie meinte, dass es dem Kind doch nicht schade, wenn sie weitermache. Ja, es schadet nicht, aber ich, als Mutter, habe noch etwas anderes zu tun.

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          • Ganz genau und Erzieher, die eine wirklich schwere und verantwortungsvolle Arbeit machen auch besser bezahlen.
            Ich habe eine Bekannte (sehr liebe Erzieherin mit Leib und Seele), die demnächst in den Ruhestand geht. Sie hat fast 40! Jahre gearbeitet, Teilzeit und dann lange Vollzeit und die zu erwartende Rente liegt bei ca.700 Euro…Halloooo ???

            Und was ist bitte ein ’normales Kind‘? Ach ich könnte mich so aufregen über das alles.
            Meine Güte, die Kinder dürfen keine Kinder mehr sein und sollten demnächst am besten nach der 3.Klasse Abitur schreiben.
            Ohhh ich könnte mich wirklich sooooo aufregen

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          • Oh, ich verstehe Dich so gut. Ich kann mich auch maßlos aufregen. Eltern haben schon genug Sorgen und müssen dann häufig abwegige Therapievorschläge hinnehmen, nur weil das Kitasystem insgesamt marode ist. Wenn Dich unsere Erfahrungen interessieren, komm‘ gern bei mir auf dem Blog vorbei. Aber vermutlich ist das nicht gut. Es regt einen nur auf, was ich da geschrieben habe zu lesen.

            Gefällt 1 Person

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