Zwölf Monate – durch’s Jahr gelaufen

Zeilenende ist ein wortgewandter, kreativer Blogger, dem ich ein Jahr lang dabei zugesehen habe, wie er sich wöchentlich selbst fotografiert und diese Selfies online präsentiert hat.

Nun hat lädt er zu einem neuen Projekt ein, welches ich ziemlich spannend finde: zwölf Monate lang soll ein Motiv begleitet werden. Der Wandel jenes Motivs soll monatlich festgehalten und vorgestellt werden. Super Idee!

Inzwischen habe ich bei anderen Bloggern sehr kreative Ideen gesehen (und gelesen) und ich gestehe, dass es mich ziemlich reizt, diese Idee aufzugreifen. Was aber ist es wert, zwölf Monate beobachtet zu werden und was davon haben sich die anderen Teilnehmer noch nicht ausgesucht?

Nach längerem Überlegen habe ich mich dazu entschlossen, meine Füße zu fotografieren. Und zwar immer um acht Uhr abends. Sie sind es schließlich, die mich durch ein Jahr tragen und seien wir mal ehrlich: Füßen schenkt der Mensch nicht wirklich immer die Aufmerksamkeit, die sie eigentlich verdienen würden.

Sie sind irgendwie so selbstverständlich, dass wir sie tatsächlich vergessen können. Dabei drehen sich sogar Weisheiten oder Redensarten irgendwie um Füße. So „steht man im Leben“ oder bewundert den „Lauf der Zeit“ –  ohne Füße kann man weder stehen noch laufen, nicht wahr?

Am 26. Februar 2017 befanden sich meine Füße um 20 Uhr dickbesockt auf der Couch. Der Ofen bullerte gemütlich vor sich hin und durch die Holzdecke hindurch konnte ich den gsM hören, der den Zwillingen eine Gutenachtgeschichte vorlas.

februar

Bin gespannt, wohin mich meine Füße tragen und vor allem wie sie das tun.

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30 Gedanken zu “Zwölf Monate – durch’s Jahr gelaufen

  1. Pingback: 1 Jahr, ein Ort: Monat Mai – 365 Tage

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  4. Jetzt singt Nancy Sinatra in meinem Kopf – die Idee scheint wirklich formidabel zu sein. Das erinnert mich an mein „neues praktisches Kochbuch“ aus den 50er Jahren. So ein Grundlagenkochbuch, das auch ein Kapitel über die perfekte Gastgeberin enthält und auch Pflegetipps für die Hausfrau. Genau den gleichen Appell: Mehr auf die Füße zu achten, sie ebenso wie die Hände regelmäßig zu baden und zu pflegen, findet sich auch schon (oder findet es sich nur noch und später traurigerweise nicht mehr?) in diesem herrlichen kleinen alten Ratgeber.

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    • Ach wie zauberhaft! „Formidabel“ habe ich ja auch schon lange nicht mehr in einem Dialog gelesen!
      Offenbar waren Füße schon immer eine Art Stiefkind und bedurfte besonderer Hinweise. Jetzt bin ich noch mehr auf meine Fotos gespannt 🙂

      Gefällt 1 Person

  5. Pingback: Zwölf Monate Fensterblick (1) – Strahlen – Zeilenendes Sammelsurium

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