Strandtag

Am Sonntag war es endlich soweit: ein stürmischer, überwiegend unfreundlicher April verabschiedete sich mit einem fabelhaften Tag.

Kaum Wind, warme Sonne und eine Fernsicht, die einem den Atem rauben konnte. Laut Messung durch den gsM durften wir uns über eine Weite von 60 Kilometern freuen:

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Die Zwillinge kraxelten rauf und runter und rauf und runter und wir Großen konnten uns an der Ferne nicht satt sehen. Blokhus war am Sonntag rappelvoll und auch am Strand standen viele Autos herum.

Ich persönlich fürchte mich, am Strand zu fahren. Bereits öfter habe ich zugesehen, wie mit vereinten Kräften das eine oder andere Auto befreit werden musste. Geholfen wird in solchen Fällen immer und gerne, aber trotzdem gruselt es mich. Im lockeren Sand drehen die Räder schnell durch und dann kommt man nicht mehr von der Stelle. An den Strandparkplätzen hängt deswegen oft eine Telefonnummer für eine Strandrettung mit Traktoren aus. Inzwischen habe ich zwar ein Gespür dafür bekommen, wie befahrbarer Sand aussehen muss und wie ich am besten durch schwierigere Stellen komme, aber Spaß macht es mir nicht. In der Hauptsaison sind mir autofreie Strände lieber, da gerade Touristen es mal ausprobieren wollen, dem Auto an der Brandung „die Sporen zu geben“. Muss ich nicht haben, auch beim Sandburgbauen auf den Verkehr achten zu müssen …

Am gestrigen Sonntag aber waren mir sämtliche Autos egal. Ich konnte mich in der mich umgebenden Schönheit verlieren, bis mein Akku voll und der meines Handys leer war. Die Ferne, die Nähe, das Große, das Winzige, das Beeindruckende, das Unscheinbare – einfach nur perfekt.

[Bilder anklicken, um sie größer ansehen zu können.]

 

 

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29 Gedanken zu “Strandtag

  1. Es mag ja schön sein, mit dem Auto an den Strand zu fahren und geschützt vor Wind und Wetter aufs Meer schauen zu können, ohne aussteigen zu müssen. Für den Betrachter von außen wirkt es armselig.
    Danke für die sonst schönen Eindrücke!

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    • Du wirst es nicht glauben, aber es gibt tatsächlich Dänen – bei ausländischen Kennzeichen konnte ich das noch nicht beobachten -, die bleiben im Auto drin, gucken eine Weile und fahren dann wieder. Zugegeben, der Wind hier ganz oben ist schon oft ziemlich grob, aber dann fahr ich eben nicht zum Strand!
      Wir können nicht schnell genug raus hüpfen und loslegen 😉
      LG

      Gefällt 1 Person

    • Liebes, ich gehöre nicht zu den Herumbrausern, das traue ich mich gar nicht. Uns findest du in der Nähe von Toilette und Eis und Süßkram und Kraxeldünen 🙂
      Raabjerg Mile…seufz, da sollte ich mal hin…💕

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  2. Lieber Meermond!

    Ich bin überrascht, dass Autos überhaupt am Strand erlaubt sind. Ich hätte jetzt vermutet, dass es einige Parkplätze gibt, von wo aus sich dass Meer gut erreichen lässt. Wenn dann Touristen da sind, muss es doch brechend voll sein, oder?
    In jedem Falle wie immer auf Ihren Bildern eine wundervolle Idylle 🙂
    Hier hatten wir heute einen verregneten nebligen ersten Mai … schnief!

    Herzliche Grüße
    Mallybeau

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    • Werte Frau Mauswohn, einige Strandabschnitte sind sogar als ganz normale, offizielle „Straßen“ vorgesehen und nummeriert. Das Navi kennt sie auch. Gleichwohl gibt es Strandabschnitte, die explizit autofrei zu sein haben. Ich vermute, dass das mit dem Auto am Strand deswegen so ist, weil die Dänen ziemlich gehfaul sind. Meine Mama sagte immer: Sogar die Schwammerl wachsen direkt am Waldweg, weil die Dänen so faule Spaziergänger sind! 😉
      Ich traue es mich Ihnen gar nicht zu gestehen, aber ich habe mir heute meinen ersten Sonnenbrand geholt …
      Liebe Grüße,
      M

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