Zwölf Monate – durch’s Jahr gelaufen (7)

Der August ist rum! Kann das wirklich sein? Mit dem August neigt sich der Sommer dem Ende zu und ich kann es noch gar nicht so wirklich realisieren, dass es bald wieder dunkler und kälter werden wird!

Jeden letzten Sonntag im Monat nehme ich an Herrn Zeilenendes Fotoprojekt teil und darum zeige ich auch heute wieder ein Fußbild:

August

Ja, ein Strandbild habe ich in dieser Reihe schon öfter gezeigt, aber das hier ist ein besonderes Strandbild. Unser August war ziemlich aufregend (sic!) und somit hat es seine Berechtigung, den Sonntag so richtig zu genießen.

Einfach nur Erholung. Einfach nur raus.

Solange es noch so unbeschwert geht.

Der Strand war deutlich leerer als die vergangenen Wochen und wir hatten heute tatsächlich den allerletzten Hotdog der Saison gekauft. Es waren noch exakt drei Hotdogs in der Imbissbude übrig und der nette Däne neben mir, der ebenfalls zwei bestellen wollte, hatte Mitleid und überließ den Jungs die finalen Würstchen.

Um 18 Uhr schloss der Imbiss in Saltum für dieses Jahr seine Türen und alles Essbare wurde zu reduzierten Preisen verramscht. Eine dänische Familie riss sich sämtliche Chipsdosen und Gummibärchentüten aus dem Regal unter den Nagel, während wir gegen die Uhr anfutterten. Der Inhaber stellte bereits die Stühle zusammen und als wir dann draußen waren, wurde abgeschlossen.

Fin.

Saison beendet.

Darf ich ehrlich sein?

JEAH!

Es hat was, die Weite Dänemarks quasi wieder „für sich“ zu haben. Es ist schön, beliebte Ausflugsziele wieder genießen zu können, ohne sich anstellen oder sich durchquetschen zu müssen. Und ich liebe es, nicht mehr automatisch auf Deutsch angesprochen zu werden. Ich kann nicht erklären, warum mich das diesen Sommer so gestört hat, es war einfach nur so.

Ja, ich bin Deutsche. Aber ich lebe in Dänemark. Ich bin kein Urlauber.

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20 Gedanken zu “Zwölf Monate – durch’s Jahr gelaufen (7)

  1. Pingback: Monatsfoto: Mein Atelier am 31. Oktober 2017 – Susanne Haun | Susanne Haun

  2. ich kann das auch verstehen, dass man sich wieder besser fühlt, wenn der ganze trubel vorbei ist. ich wohne in den stuttgarter weinbergen, hier ist eigentlich fast immer im jahr ein totaler touristenauflauf, weil es so ein schönes ausflugsziel ist. jetzt erst recht, im goldenen herbst, wenn es „neuen wein“ gibt. mich quatscht zwar keiner an, aber mir gehen die fahrenden und parkenden autos und die ganzen labernden wanderer total auf den kranz. 😀 ich wohne defintiv in der falschen gegend, aber schee isch’s halt au! 😉

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  3. Pingback: Monatsfoto: Mein Atelier am 25. September 2017 – Susanne Haun | Susanne Haun

  4. Pingback: 12 Monate (7) – Guten Morgen Sonnenschein – Zeilenendes Sammelsurium

  5. Pingback: Projekt 52 (49) und 12 Monate (7) | colours & darkness

  6. Es ist ja auch eine UNsitte, dass so viele Deutsche, egal in welchem Land, ohne zu wissen, ob das Gegenüber Deutsch kann oder nicht, einfach drauf los quasseln!

    Aber es geht ja ums Bild und das mag ich sehr!
    herzliche Grüße
    Ulli

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    • Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll,ohne dass es falsch rüber kommt.
      Touristen – egal woher – verhalten sich gelegentlich arg auffällig und zwar nicht durchweg angenehm. Und da wir in einer touristischen Hochburg leben, ist der Unterschied zwischen Sommer und Winter eklatant.
      Irgendwie hatte ich diesen Sommer mehrmals das Bedürfnis, nicht für einen Touristen gehalten zu werden. Warum, kann ich dir gar nicht erklären.
      Es hat allerdings auch Vorteile 🙂 wenn mich ein Verkäufer eines Mobilfunkstandes oder ähnliches anquatscht, antwortete ich Hände wedelnd auf Deutsch und geh meiner Wege.
      Ich mochte es noch mehr, das Bild zu knipsen 😂
      Dir ganz herzliche Grüße! Hab eine schöne Woche,
      Meermond

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      • Ich glaube schon, dass ich dich verstehe, als ich in Berlin lebte kam ich mir manchmal vor, wie sich die Affen im Zoo fühlen müssen und hier im schwarzen Wald staune ich über die zünftigen Wander*innen und Radler*innen, an manchen Tagen bin ich deswegen am liebst daheim 😉 und trotzdem wird es kaum mit einem Ort am Meer vergleichbar sein …. liebe Grüße zum sonnigen Augustabend
        Ulli

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  7. Das Foto sehr gelungen, aber deine Geschichte dazu ist sehr schön. Ich kann es gut nachvollziehen, was du beschreibst. Ab jetzt wieder Ruhe und Beschaulichkeit, Strand und Sonne und Meer genießen. Du lebst dort und fühlat dich heimisch. Das ist schön zu lesen. Fast beneidenswert. LG Ela

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  8. Ich wünsche dir viel Herzensfreude in der nun wieder ungestörten Weite Dänemarks. 😉 Und irgendwie kann ich dich sehr gut verstehen. Ich fahre ausgesprochen gerne nach Italien, und was mich dort oft so richtig stört, sind die deutschen Touristen. 🙂
    Liebe Grüße!

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